Top 10 Nature Photography Tips

Erscheinungsdatum: 07/04/2014

Um ehrlich zu sein, es gibt jede Menge gute Bücher und DVDs, die Ihnen zeigen, wie man ein besserer Photograph werden kann. Warum sind diese Tips daher anders? Statt eines kompletten Banquetts sind sie eher eine Stipvisite zum kleinen Buffet – geschmackvolle Häppchen hilfreicher Ratschläge in Mundgerechten Stücken. Ich bin kein technischer Experte aber ich habe ein paar Jahre auf dem Buckel, in denen ich viele Fehler gemacht (und hoffentlich von ihnen gelernt) habe. Ich hoffe, dass Sie sich durch die Weitergabe meiner photographie Tips einen Teil dieses schmerzvollen Prozesses ersparen können.
 
Top Tip: Weather (Peter Cairns/northshots.com)
Top Tip: Weather (Peter Cairns/northshots.com)

1. Aussichtspunkt
Dem Wildleben auf den Grund gehen (oder zumindest mit ihm auf gleicher Ebene zu sein) hat zwei Dinge zur Folge: der Hintergrund wird unscharf und bringt das Objekt in den Vordergrund und es bietet eine mehr intime interpretation des Characters des Objekts. Der verwischte Effekt am unteren Rahmen wird durch den Gebrauch einer Telephoto Lense mit hoher Schärfentiefe erreicht. Diese Technik funktioniert besonders gut mit Vögeln auf dem Wasser.

2. 'Schlechtes' Wetter
Schlechtes Wetter ist meiner Meinung nach gutes Wetter. Wenn es anfängt zu Regnen oder noch besser, zu schneien, gehen Sie nicht nach Hause. Wenn Sie keine Kamera-Abdeckung haben, kann eine Plastiktüte und Gummiband helfen – wichtig ist, dass Sie wärend dieser Aufregenden Zeit draußen bleiben und Photos machen. Schlechtes Wetter gibt es nicht so oft wie sie vielleicht denken, machen Sie das Beste daraus.
3. Gegenlicht

Ich liebe Gegenlicht! Das Photographieren von Objekten ‘gegen das Licht’ (in Richtung Sonne), gegen einen Dunklen (schattigen) Hintergrund, kann traumhafte Ergebnisse liefern. Es kann schwierig sein die Beleuchtung zu kontrollieren, grundsätzlich jedoch sollte das Objekt von Hinten beleuchtet und der Hintergrund dunkel sein, damit der ‘Lichtrahmen’ deutlich zu sehen ist. Benutzen Sie eine Gegenlichtblende (verlängert, falls notwendig), um Reflexlicht von der Sonne auf Ihren Photos zu vermeiden.

4. Lokale Arbeiten
Es ist toll einen Photo-Ausflug zu unternehmen aber übersehen Sie nicht was direkt vor Ihrer Tür ist. Enten, Gänse in den Stadtparks, Gartenvögel und sogar Müllkippen können produktive Orte sein. Es ist nicht die Seltenheit eines Objekts, die wichtig ist. Es kommt darauf an, wie Sie es ins Leben rufen und regelmässig an einem Ort arbeiten – so erzählt es seine Geschichte.

5. Weites Aufblenden
Man kann ein Buch über die Effekte von verschiedenen Aufblenden schreiben aber hier ist meine Meinung. Für die Naturphotographien benutze ich für gewöhnlich eine weite Blendenöffnung – F5.6 oder sogar F4. Die Tiefenschärfe ist minimal aber es gibt einen schönen Komprimierungseffekt. Ich fokussiere mich immer auf die Augen eines Objekts und wenn das scharf ist, mache ich mir über den Rest keine Sorgen.

 
Top Tip:  Action (Peter Cairns/northshots.com)
Top Tip: Action (Peter Cairns/northshots.com)

6. Silhouetten
Wählen Sie Ihr Objekt für Silhouetten sorgfältig aus. Einfach erkennbare und eindeutige Formen funktionieren am besten – Rotwild ist perfekt, Kegelrobben nicht so sehr. Dadurch, dass dem Betrachter das Detail vorenthalten wird, hat er nur die Form zum Anblick. Stellen Sie daher sicher, dass das ganze Objekt gegen den Himmel/Hintergrund platziert ist. Stellen Sie sicher, dass alle Beine genau zu erkennen sind und in diesem Fall wartete ich bis der Hirschbock in meine Richtung schaute und das Geweih symetrisch war. Das Resultat ist, dass es sich hierbei offensichtlich um einen Hirschbock handelt, auch wenn der Körper komplett schwarz ist. Für die Belichtung machen Sie eine Lesung vom Himmel, speichern Sie sie und drücken Sie ab – alles wird Unterbelichtet sein, mit dem (fast) schwarzen Objekt und dem Himmel dunkler als er eigentlich ist.

7. Hintergrund
Der Gebrauch von langen Objektiven erlaubt dem Objekt, dank einer geringen Tiefenschärfe, im Vordergrund zu stehen. Das bedeuted nicht, dass der ganze Hintergrund unscharf sein wird – Sie müssen SEHR vorsichtig sein. Wählen Sie einen verhaltenen Hintergrund (dunkle Farben wirken am besten) soweit wie möglich vom Objekt entfernt. Wenn möglich, bewegen Sie sich um Ihr Objekt herum, um unterschiedliche Hintergründe zu erfassen – ein paar Schritte können einen großen Unterschied machen.

8. Aufnahmen
Der Standard von Naturphotographien ist jetzt so hoch, normale Portraits bringen es für gewöhnlich nicht mehr. Halten Sie nach ungewöhnlichen, interessanten oder lustigem Verhalten ausschau: photographieren Sie Vögel im Flug oder bei der Gefiederpflege oder wenn sie sich zur Schau stellen. Nehmen Sie Säugetiere im Lauf oder beim Kämpfen auf. Vorahnung ist oft der Schlüssel zum Erfolg – beobachten Sie Ihr Objekt und lernen Sie die Zeichen kennen, wenn etwas kurz vor dem Geschehen ist. Stellen Sie eine kurze Verschlusszeit ein, setzen Sie Ihren Fokus, wo möglich, auf die Augen. Haben Sie vor allem Geduld und warten Sie auf den entscheidenden Moment. Oh…und stellen Sie sich darauf ein zu scheitern, bevor Sie Erfolg haben.

9. Graphisch werden
Es geht sehr oft darum, was wir aus einem Bild auslassen statt was wir in einem Bild aufnehmen wollen. ‚Weniger ist mehr’ heisst es ja. Wir haben die Neigung alles in einer Szene zu ‘konsumieren’, die Vorgehensweise, etwas auszuschließen oder zumindest zu verringern ist jedoch wesentlich wichtiger. Klare, einfache Linien, eine begrenzte Farbenpalette und graphische Formen funktionieren gut und lassen den Blick oft laenger verweilen als ueber eine conventionelle Interpretation. Denken Sie sauber und präzise!

10. Licht verstehen
Es ist ein altes Cliché aber es dreht sich tatsächlich alles ums Licht. Beobachten Sie es, studieren Sie und lernen Sie wie Sie es sich zum Freund machen können. Wenn Sie es mit Gleichgültigkeit behandeln, werden Ihre Aufnahmen darunter leiden. Es geht nicht nur im die Richtung des Lichts, es geht auch um die Qualität. Werfen Sie einen Blick auf einige Ihrer beliebtesten Bilder, bei den meisten wird nicht das Objekt der Grund sein, sondern die Beleuchtung.

Mit herzlichem Dank an Peter Cairns von northshots.com

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Ruth Kirk, Nurture Lakeland