Makay Naturprojekt in Madagascar

Madagascar

Die neue französische Naturschutzorganisation Naturevolution sieht sich als Beratungsorganisation in Sachen menschliche, biologische und landschaftliche Diversität rund um die Welt. Dabei möchte sie für die wichtigsten Anliegen der Umwelt sensibilisieren und dafür auch kämpfen.
 

Das Projekt

Trotz einer Rekordzahl von einheimischen Pflanzen- und Tierarten hat der Mensch in nur einem Jahrhundert rund 90 Prozent des Primärwaldes in Madagaskar zu Asche reduziert. Somit ist die Insel zuoberst auf der weltweiten Dringlichkeitsliste für die Erhaltung ihrer Biodiversität. Die Makay-Bergkette hat dank ihrer aussergewöhnlichen und verworrenen Konturen viele verschiedene einheimische Ökosysteme beschützt. Wegen Anbaumethoden und Buschfeuer wird die biologische und ökologische Reichhaltigkeit aber nicht mehr lange bewahrt werden können. Es ist dringend notwendig, dieses bedrohte Gebiet zu retten. Das Projekt hat folgende Ziele:
  • Ein Inventar der Biodiversität von Makay zu erstellen.
  • Zum Anliegen der Biodiversität sensibilisieren.
  • Die Einheimischen in Sachen Erhaltung der natürlichen Ressourcen bilden.
  • Touristische Öko-Wege erschaffen.
  • Den Status eines Naturschutzgebietes erhalten.
 

Update

Die erste formale naturalistische Expedition in das Gebiet, mit insgesamt 25 Forschern und Spezialisten für alle Bereiche der Flora und Fauna sowie einem logistischen Team von 14 Mitarbeitenden, fand im Januar 2010 statt. Die Organisation hat mehrere Monate gedauert, da die Geldmittel beschafft, die richtigen Leute fürs Team gesucht, und den Umgang mit der ganzen Bürokratie in Sachen Gründung der NGO „Naturevolution“ gefunden werden musste. Vier sehr verschiedene Ökosysteme wurden erkundet. Die Resultate waren gleichzeitig aufregend und besorgniserregend, da das Ausmass der Zerstörung sichtbar wurde. Es wurden sowohl neue Tier- und Pflanzenarten als auch bereits bekannte entdeckt, die aber noch nie zuvor in dieser Region gesichtet wurden. Einige bedeutende archäologische Befunde wurden gemacht - inklusive zwei reich bemalte Höhlen. Es wurde auch Zeit in zwei lokalen Dörfern verbracht und versucht, ihre Lebensweise zu ergründen und zu verstehen, weshalb sie die Wälder abbrennen. Es wurde auch versucht, sie in Sachen Umweltschutz zum Nachdenken zu animieren und sie über den Wald zu informieren.

Zurzeit wird daran gearbeitet, ein Inventar des Gebietes zu erstellen. Erste Schritte wurden zudem unternommen, um den Status eines Naturschutzgebietes zu erhalten. Schule und Lehrer wurden kontaktiert, um die pädagogische Seite des Projektes aufzugleisen. Die Webseite wird immer wieder aktualisiert und ein Dokumentarfilm wird geschrieben. Zudem ist eine Ökotour in Planung.
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Hugo Tagholm, Surfers Against Sewage