Die Alpen säubern (Mountain Wilderness)

Mountain Wilderness möchte Alpinisten und Bergliebhaber auf der ganzen Welt vereinen, um für die Berge zu kämpfen. Damit sollen die letzten Wildnisse in den Bergregionen für die gegenwärtigen und zukünftigen Bergsteigerinnen und Bergsteiger erhalten werden.
 
Removing barbed wire
Removing barbed wire

Das Projekt

Ein Grossteil der Arbeit von Mountain Wilderness besteht darin, mit der Hilfe von Freiwilligen-Teams aus Einheimischen, jungen Straftätern und älteren Gefängnisinsassen veraltete Anlagen zu entfernen. Stillgelegte Strukturen wie Skilifte oder Anlagen aus dem zweiten Weltkrieg sind verrostet oder unter Lawinen begraben worden - ein gefährliches Umfeld für Schafhirten und Besucher der Berge, aber auch für wild lebende Tiere wie bodenbrütende Vögel, Gämsen oder Steinböcke. Seit 2002 wurden im Mercantour Nationalpark 134 Tonnen Stahl entfernt und recycelt.

Es geht aber nicht nur um die Entfernung der Stahl-Anlagen, sondern auch um die Wiederherstellung der Lebensräume für Huftiere und Vögel, die Pflege der Biodiversität in den wunderschönen Bergregionen, sowie die Verbesserung des Zugangs für landwirtschaftliche Nutzung sowie Erholungsbesuche.

Zwei Projekte für das Jahr 2011 zielen darauf:
  • Verlassene Skilifte in Montagne de Lure (Alpes de Haute Provence) zu entfernen.
  • barbed wire and military remains in the Mercantour National Park (Ubaye Valley) to remove.
 
Barbed wire flower frame
Barbed wire flower frame

Update

Mit den Mitteln des EOCA hat Mountain Wilderness im Jahre 2011 zwei wichtige Gebiete von veralteten Anlagen säubern können.

Trotz Regen und starkem Mistral-Wind an einem Wochenende Mitte Mai haben rund hundert Freiwillige auf dem Montagne de Lure gute Arbeit geleistet. Sie konnten rund 50 Tonnen verschiedener Abfälle von einem verlassenen Skigebiet entfernen. Dazu gehörten die Überreste von Skiliften sowie einen Haufen Betonblöcke - hinterlassen von Wintersportaktivitäten in den 1960er und 1970ern. Die Hänge des Montagne de Lure wurden in ihre ursprüngliche, wilde Form wiederhergestellt – sehr zur Freude der seltenen Orsini-Vipern, der wilden Tulpen und Kaiserkronen und der Besucher in den Bergen.

Im Juli säuberten Freiwillige den Boden des Ubaye-Tals in der Nähe von Befestigungslinien aus dem zweiten Weltkrieg. In der prallen Sommersonne entfernten achtzig Leute zwischen 13 und 83 Jahre alt acht Tonnen Metall-Abfall sowie gefährlichen Stacheldraht von wichtigen Weiden. Zudem sammelten sie 20 Kubikmeter Stacheldraht, Bleche und sonstigen militärischen Abfall ein. Während rund 70 Jahren versteckten sich Metallstacheln, Stacheldraht und Trümmerteile im Boden dieses Gebietes - nun ist es für Menschen und Tiere wieder sicher begehbar.

Die Anzahl Freiwillige, die teilweise von der Region kamen, teilweise aber auch von weit her anreisten, hat die Erwartungen von Mountain Wilderness übertroffen. Die Berge vereinen Freiwillige allen Alters, sowie ansässige Bauern, junge Straftäter und örtliche Gemeinschaften. Gespräche darüber sowie die ausführliche Berichterstattung in den Medien haben die Leute über die Herausforderung des Naturschutzes in den Bergen informiert.
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Wir sind der EOCA für ihre Unterstützung enorm dankbar, ohne deren Hilfe wir dieses ehrgeizige Projekt nicht hätten verwirklichen können.
Hugo Tagholm, Surfers Against Sewage