Lebenraumwiederherstellung und Ökotourismus für Schimpansen Artenschutz, Uganda

Lebenraumwiederherstellung und Ökotourismus für Schimpansen Artenschutz, Uganda

Der Hoima Bezirk im Westen von Uganda wird von Dorf- und Agrarland dominiert. Entlang Wasserläufen bestehen jedoch kleine Wälder in den Tälern des 1000 qkm großen Gebietes. Diese ungeschützen Wälder gehören örtlichen Haushalten im Dorf und bieten einen wichtigen Lebensraum für einen Bestand von 300 Schimpansen, sowie anderen Affenarten, inklusive dem Seidenaffen, Meerkatzen, Pavianen und den bedrohten ugandischen Mangaben.
 
Wild juvenile chimpanzee Image Jacqueline Rohen
Wild juvenile chimpanzee Image Jacqueline Rohen

Nominiert von...

Das Projekt

Die kleinen Wälder von Hoima haben außerdem weiteren Naturschutzwert als Tier-Korridor, der zwei große geschützte Gebiete im Süden und Norden verbindet. Das Gebiet ist von unreguliertem Tourismus, Druck für Entwicklung und landwirtschaftlicher Expansion bedroht. Die Beseitigung von Wald führt zu Ernteplünderung durch Schimpansen, die dann gefangen oder getötet werden. Für viele Haushalte ist der Wald die einzige Einkommensquelle. Dieses Projekt wird mit örtlichen Gemeinden zusammenarbeiten, um Einkommensalternativen durch nachhaltigen Ökotourismus parallel zu Baumbeständen und „schimpansenfreundlichen“ Kaffeefarmen zu entwickeln, um den Druck auf den natürlichen Wald zu reduzieren. Baumschulen werden gegründet und 200.000 Kaffebäume, 200.000 einheimische Arten für Qualitätsaufforstung und 200.000 schnell wachsende exotische Wälder angepflanzt. Eine Umfassende Untersuchung zur Biodiversität wird durchgeführt, Richtlinien für Best-Practice Ökotourismus und Verbesserungen für Besucher werden verfasst, 150 energiesparende Kochherde werden gebaut und es wird ein Ausbildungsprogramm für Schulkinder und Erwachsene geben.
 
Wild chimpanzee
Wild chimpanzee

Update

Update Oktober 2018:
Das Projekt macht trotz der unvorhergesehenen Herausforderungen, wie Wetter und Verzögerungen der Untersuchung von Artenvielfalt an einem Standort, gute Fortschritte. Tatsächlich hatte die Verspätung eine Ausweitung der Untersuchung zur Folge, da zwei zusätzliche Gebiete eingeschlossen wurden, während man auf Zugang wartete!

Das Projekt finanziert erfolgreich die tägliche Beobachtung von drei ansässigen Schimpansen Gruppen im Hoima Korridor. Die Datensammlung beinhaltet die Diät und Gebrauch von Nutzpflanzen, um Konflikte zwischen Menschen und Schimpansen im Gebiet zu verstehen. Dieses, in Kombination mit der Untersuchung von Artenvielfalt, ist dabei behilflich, Lebensraumnutzung, Interessekonflikte, und das Potenzial für nachhaltigen Tourismus festzustellen. Eines der größten Konflikte besteht mit Zuckerrohr Anbauern. Die nächste Phase wird sich mit den potenzialen Lösungen für diese Konflikte befassen.

Zwei neue Baumschulen wurden gegründet und eine dritte wurde wiederhergestellt (jede in einem anderen Dorf). Ortsbewohner wurden angestellt, um sich um die Baumschulen zu kümmern und nehmen regelmäßig an Schulungen teil, um ihre Kenntnisse zu verbessern. Bisher wurden 175,400 Baumsetzlinge aufgezogen und über 600 registrierte Landwirte in 61 Dörfern verteilt. Sie befinden sich im Bereich von fünf der geschätzten zehn ansässigen ‘Korridor Schimpansen‘ Gruppen. Die Baumarten beinhalten: Eukalyptus, einheimische ‚Maesopsis‘ (produzieren essbare Früchte), und einheimische Mahagoni. Einige dieser Bäume werden eine nachhaltige Einkommensquelle an Baumbestand abseits vom Wald bieten, während die meisten einheimischen Setzlinge am Rand des Waldes und entlang Wasserläufen gepflanzt werden. Mehr Auspflanzungen werden zwischen März – Mai 2019 vorgenommen.

200,000 hochwertige Robusta Kaffee Setzlinge wurden bereits aufgezogen und in den drei Baumschulen gepflegt. Mehr als 600 Landwirte sind registriert und erhalten Ausbildung und Beratung über Kaffeeanbau. Die Kaffeepflanzen werden von März – Mai 2019 ausgepflanzt.

150 Energiesparende Kochöfen wurden erstellt. Diese Kochöfen werden nach dem geplanten Training in den Dörfern des Gebietes verteilt.

Zwei Grundschulen wurden kontaktiert und Diskussionen angefangen, um Ausbildungsaktivitäten im Februar 2019 zu beginnen

Gemeinschaftsinitiativen wurden ausgeführt, um Ansässigen zu helfen, ein Zusammenleben mit den Schimpansen zu vereinfachen.
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Hugo Tagholm, Surfers Against Sewage